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12 Tipps für sicheres Stand-Up -Paddling

Aktualisiert: Aug 4

Stand Up Paddling erfreut sich immer größerer Beliebtheit und hat sich zu einem wahren Trendsport entwickelt. Der SUP Sport zieht viele auf das Wasser, welche vorher noch keinen anderen Wassersport ausgeübt haben und daher grundlegende Regeln auf dem Wasser nicht kennen. Als Stand Up Paddler ist man jedoch ein aktiver Teilnehmer auf dem Wasser, welcher ein paar Hinweise beachten sollte. Hierzu hat die DLRG Bayern 12 Sicherheits-Tipps für alle Stand Up Paddler veröffentlicht, damit bei all dem Spaß die Sicherheit nicht zu kurz kommt!

Bevor Du auf das Wasser gehst, solltest Du Dich ausreichend über das Stand-Up-Paddling informieren und idealerweise einen Kurs besucht haben, um die richtige Technik zu erlernen und Dich auf dem Board sicher fühlen.

Daher geben wir zusätzlich zwei Tipps vorab:



1. Zusatztipp: Lerne die richtige Technik in einem Kurs

Wenn Du Dich auch schon immer Mal aufs Wasser wagen wolltest, empfehlen wir Dir am Anfang erstmal einen Kurs bei einer SUP Station zu absolvieren. Dort kannst Du auch immer mit Deinem eigenen Board vorbeischauen. Du bekommst die perfekte Paddeltechnik vermittelt und bist anschließend sicher auf dem Wasser unterwegs! Obendrein lernst Du neue Leute kennen, mit welchen Du anschließend auch mal eine Tour unternehmen kannst. Alle Stand Up Paddling Kurse findest du bei uns.



2. Zusatztipp: Informiere Dich ausreichend


Bevor Du Dich auf Dein Board wagst, solltest Du dich ausreichend informieren. Egal ob Du ein blutiger Anfänger bist oder bereits einiges an Können vorweisen kannst, gibt es hierbei zahlreiche Möglichkeiten sich im auch im Internet zu informieren.

Unser Favorit ist der Aktiv Blog veröffentlicht von ERDINGER alkoholfrei. Dieser Blog wird nämlich von und mit aktiven Leistungssportlern erstellt. Hier findest Du garantiert keine Halbwahrheiten, sondern fundiertes Fachwissen!

Roxi zeigt Dir in ausführlichen und verständlichen Videos die Basics und die richtige Technik fürs Stand-Up-Paddeln. Neben den Grundtechniken erfährst Du auch mehr über erste Haltungen, welche Du beim SUP-Yoga ausprobieren kannst. Nicht zu vergessen sind natürlich auch Vorfahrtsregeln, wie Du wieder auf Dein Board kommst oder wie Du ein Notsignal im Notfall absetzen kannst. Zusammenfassend kannst Du Dir die wichtigsten Informationen und Ratschläge aus der Checkliste zum Stand-up-Paddling rausschreiben.



Die 12 Regeln für das sichere Stand-Up-Paddeln



1. Auf Wind, Wetter und Wassertemperatur achten!


Bevor Du mit dem Brett auf das Wasser gehst, schaue Dir den Wetterbericht an. Über unsere See-Übersicht kannst Du alle größeren Seen in Bayern aufrufen und Dir die aktuelle Wassertemperatur sowie Wetterlage anschauen. Aber Vorsicht, auch wenn das Wetter beim Start Deiner Tour noch optimal aussieht, kann sich das Wetter am See oft blitzschnell ändern. Innerhalb von Minuten kann starker Wind aufkommen, welcher es Dir unmöglich macht zu Deinem Startpunkt zurückzukehren. Hier solltest Du das rettende Ufer aufsuchen anstatt einen verzweifelten Versuch gegen den Wind zu wagen. Denn dieses Rennen gewinnt man meist nicht. Als Grundregel kannst Du Dir merken, dass Du zuerst gegen den leichten Wind Paddelst, um dann auf dem Rückweg entspannt mit dem Weg zu Paddeln. Solltest Du dann schon etwas müder sein, kannst Du dich gemütlich vom Wind nach Hause treiben lassen.


2. Mindestens zu zweit!


Zu zweit macht das Paddeln nicht nur mehr Spaß, sondern es ist auch sicherer! Besonders am Anfang, wenn Du dich noch nicht so sicher auf dem Brett fühlst, solltest Du keine großen Touren oder See-Überfahrten alleine durchführen. Wenn Du noch jemanden suchst, der mit Dir paddelt, kannst Du immer eine Suchanfrage in unsere Community für den Wassersport stellen. Wenn Ihr zusammen paddelt könnt Ihr Euch gegenseitig sichern und füreinander da sein. Aber haltet Abstand! Die DLRG Bayern empfiehlt immer jemanden vor der Tour über Eure Tour und die gewählte Route mit der voraussichtlichen Rückkehrzeit zu informieren. Dann kann Hilfe geholt werden, falls doch mal was passiert.


3. Kein Alkohol, keine Drogen!

Alkohol und Drogen schränken deine Kraft und deine Konzentration ein. Das kann lebensgefährlich sein. Am See und auf dem Wasser kann die wunderschöne Stimmung einen schnell mal dazu verleiten, das eine oder andere Bier genießen zu wollen. Aber schon kleine Mengen an Alkohol oder anderen Drogen können Deinen Kreislauf wesentlich beeinflussen. In Gefahrensituationen fehlt Dir dadurch die entscheidende Kraft oder der klare Verstand, um Dich noch selbst zu retten. Man fühlt sich meist sehr sicher, doch man kann sehr schnell auch unverschuldet durch bspw. Materialfehler in eine Gefahrensituation kommen, was man niemals unterschätzen sollte.


Unser Tipp: Probier doch einfach mal eine alkoholfreie Alternative aus! Dieses ist auch besonders beliebt bei zahlreichen Leistungssportlern und wirkt ebenso isotonisch und erfrischend.

4. Immer mit Schwimmweste!


Solltest du ins Wasser fallen, kannst du sehr schnell Kreislaufprobleme bekommen. Denn dein Körper ist aufgeheizt und das Wasser kann kalt sein. Selbst im Sommer kann ein Temperaturunterschied Deinen Kreislauf wesentlich beeinflussen, sodass Du nicht mehr in der Lage bist, Dich selbstständig über Wasser zu halten. Hier rettet eine Schwimmweste Leben. Verlasse Dich nicht darauf, dass Du auf dein SUP-Board zurückkommst.

5. Immer mit Leash!


Die Sicherheitsleine, die Du an deinem Bein und am Brett fest machst, sorgt dafür, dass Du das Brett sofort wieder holen kannst und es nicht durch Wind und Wellen weg getrieben wird. Das SUP Board bietet Dir im Notfall eine Art Rettungsinsel. Solltest Du im offenen Gewässer bzw. weit Draußen im See Dein Brett verlieren, ist es für ungeübte Schwimmer sehr schwer das rettende Ufer zu erreichen. Entfernungen werden auf dem Wasser oftmals unterschätzt!


6. Sonnenhut und UV-Shirt!


Unterschätze die Sonne auf dem Wasser nicht, denn dort bist Du über lange Zeit der starken Sonneneinstrahlung komplett ungeschützt ausgesetzt. Informiere Dich am besten über den richtigen Sonnenschutz auf dem Wasser. Wir habe dazu mit einer Expertin gesprochen, welche Dir erklärt, wie Du Dich am besten schützen kannst.


7. Für den Notfall!


Für den Notfall solltest du dein Handy in einer wasserfesten Tasche dabei haben, damit du den Notruf (112) absetzen kannst. Hierzu eignen sich besonders sogenannte Drybags gut, welche du je nach Board sehr gut vorne befestigen kannst. Alternativ gibt es auch wasserfeste Handyhüllen, welche Du an Deinem Brett oder an Deiner Schwimmweste befestigst.


8. Nicht zu weit raus!


Besonders Anfänger sollten sich nicht zu sehr vom weiten See locken lassen. Draußen herrschen meist andere Wind- und Wellenbedingungen wie am Ufer. So kann ein ruhiger Tag schnell mal durch Wind aus einer anderen Richtung durcheinander gebracht werden, welcher einen noch weiter hinaus treibt. Am besten paddelst Du entlang der Uferlinie. Dort hast Du meist einen guten Blick bis auf den Grund und im Falle eines Notfalls bist Du schneller am Ufer oder Deine Retter sind schneller bei Dir!

Als Faustregel gilt: Fahre nie weiter weg vom Ufer als Du schwimmen kannst!


9. Vorsicht bei Strudel, Strömung und schaumiger Wasseroberfläche!


Halte dich von Strudeln fern. Schaumiges Wasser deutet auf Zusammentreffen von unterschiedlichen Strömungen hin. Gefahr droht durch Sog und Abgetrieben werden. Als ungeübter Paddler oder Anfänger solltest Du erstmal auf ruhigeren Gewässern starten, bevor Du dich ins Meer oder auf einen Fluss wagst.


10. Vorsicht bei Bootsverkehr!


Achtung die Berufsschifffahrt und Boote sollten nicht durch Dich behindert werden. Du hast kein Recht auf Vorfahrt und im Zweifelsfall ziehst Du mit deinem Paddelboard auf alle Fälle den Kürzen bei einem Zusammenprall mit einem Boot. Bei größeren Schiffen solltest Du auch bedenken, dass sie einen sehr starken Sog durch Ihre Schiffsschraube erzeugen können, welcher Dich anzieht. Dieser Effekt wird besonders auf Flüssen nochmals verstärkt und kann in Kombination mit einem großen Wellenschlag sehr gefährlich werden.


11. Nur für geübte Schwimmer!


Ein Stand Up Paddleboard ist keine einfache Badeplattform und auch nicht vergleichbar mit einer Luftmatratze oder Schwimmhilfe. Ein SUP Board ist ein Sportgerät! Das bedeutet, dass die Bretter kein Spielzeug für Kinder sind, die nicht schwimmen können. Diese sollten niemals alleine auf dem Board paddeln, denn wenn sie reinfallen sind sie sofort in Lebensgefahr. Auch wenn sie nur einige Meter zum Ufer paddeln, dauert es in einem Notfall doch erstmal bis man zu ihnen geschwommen ist.


12. Kennzeichne dein Board!


Um sicher zu gehe, dass keine Suchaktion nach Dir gestartet wird, weil Dir Dein Board mal abgetrieben ist, solltest Du Dein Board ausreichend mit Handynummer, Name und Adresse kennzeichnen. So kann schnell abgeklärt werden, ob Du Dein Board nur verloren hast oder ob Dir vermutlich etwas zugestoßen ist. Außerdem erhältst Du so sehr wahrscheinlich Dein Board wieder und musst Dir kein Neues kaufen. ;)



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