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Wassersport und Naturschutz

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Sportbootführerschein-Inhaber an folgende Multiple-Choice Prüfungsfrage aus dem Theorieunterricht oder der Prüfung: „Welches Merkblatt enthält Hinweise für das Verhalten zum Schutz seltener Tiere und Pflanzen sowie zur Reinhaltung der Gewässer“. Die richtige Antwort ist „Die 10 goldenen Regeln für Wassersportler“.


Wir möchten in diesem Blog-Artikel euer Wissen über diese Regeln auffrischen bzw. sie denen von euch, die sie noch gar nicht kennen, etwas näher bringen. Schließlich erkennt man die Wichtigkeit dieser Verhaltensregeln, herausgegeben durch den Deutschen Segler-Verband, daran, dass sie Bestandteil der Führerscheinprüfung geworden sind. Doch über diese extrinsisch motivierte Pflicht sich mit ihnen auseinander zusetzen, sollte ein jeder Wassersportler auch von sich selbst heraus sie stets beachten! Schließlich dringen wir als Wassersportler in die Natur ein. Daher sollte wohl kaum jemand an der Erhaltung einer heilen Umwelt und praktiziertem Natur- und Tierschutz so Interesse zeigen wie der Wassersportler.


Nun kommen wir zur Sache: Was sind denn nun die 10 goldenen Regeln und wie können wir sicher gehen sie zu befolgen.

1 Sensible Bereiche meiden

Röhrichtbestände, Schilfgürtel, bewachsene Uferpartien, Kies-, Sand- & Schlammbänke, sowie Ufergehölze stellen gute Brutplätze für Tiere dar. Auch Wasserpflanzen lassen sich hier gerne nieder. Diese sensiblen Bereiche gilt es zu meiden. Zum einen erkennt man solche Bereiche selbst schon ganz gut, zum anderen empfiehlt sich auch die Lektüre eines Revierführers. Bestimmt ist auch ein jeder Bootsvermieter bereit euch Auskunft zu geben.



Röhrrichtzone (Foto: SenUVK)
Schilfgürtel (Foto: JohnRoxton/Wikipedia)
Kiesbank (Foto: Thorsten Hartmann/Wikipedia)

2 Abstand halten

Regel Nummer 2 konkretisiert das noch mal weiter, indem empfohlen wird mindestens 30-50m Abstand zu halten zu den unter Punkt 1 genannten schützenswerten Bereichen. Auch von Vogelansammlungen ist so wie möglich mindestens 100m Abstand zu halten. Man unterschätzt oft wie weit 50m sind. Als Daumen-Regel kann es euch helfen die eigene Bootslänge zu kennen. Ist euer Boot 5m lang, so müssen mindestens 10 imaginäre Boote zwischen euch und den sensiblen Bereich passen.

3 Naturschutzgebiete

Hinweistafel Naturschutzgebiet

Das können sowohl ganze Seen oder Teile eines Sees sein. Auch ist es möglich, dass es über das Jahr sich ändernde Vorschriften gibt bspw. bedingt durch die Brutzeit von Vögeln. Bedeutet euch die Tierwelt etwas, so solltet ihr euch gut vor Beginn der Wasseraktivität über lokal Naturschutzgebiete informieren.


4 Feuchtgebiete

Punkt 4 erweitert die vorherige Regel noch mal um Feuchtgebiete. Auch diese bieten eine Lebensstätte für seltene Tier- & Pflanzenarten.

5 Starten und Anladen

Lässt man sein Boot zu Wasser oder beschließt es für eine Picknick-Pause einmal an Land festzumachen, so sollte dies nur an solchen Orten geschehen, wo kein Schaden angerichtet werden kann.

6 Lebensräume von Land aus erkunden

Die zuvor beschriebenen sensiblen Bereiche sind auch von Land aus unbedingt zu meiden. Sprich, solltet ihr das SUP oder gar das Boot mal geparkt haben, so darf sich auch von Land aus nicht an diese Bereiche genähert werden. Schließlich schreckt ihr Vögel genauso auf, egal ob ihr von Wasser oder von Land kommt.

7 Watt

Diese Regel findet auf den Bayrischen Seen eher weniger Anwendung. Sie besagt, dass man in Wattgebieten von Seehundbänken mind. 300-500m Abstand halten sollte. Auch ist in solchen Bereichen langsam zu fahren, um die Tiere nicht zu erschrecken. Zwar wissen wir noch von keiner Seehund-Sichtung in Bayern, doch bis nach Krefeld auf den Rhein hat sich tatsächlich schonmal einer verirrt (nachzulesen hier). Also wer weiß... ;)

8 Fotografieren

Klar ist es nicht verboten Tiere und die Natur zu fotografieren. Hierfür empfehlen wir aber ganz stark ein gutes Teleobjektiv. Egal was für Tiere es sind, geschützt oder nicht geschützt, fotografieren solltet ihr möglichst nur aus der Ferne.

9 Sauberes Wasser

Müll, Abfälle, Chemikalien und Öle gehören nicht ins Wasser. Sammelt diese und entsorgt sie in Häfen an dafür vorgesehenen Sammelstellen. Hierzu würde im Übrigen auch zählen, dass ihr bei Arbeiten am Boot im Winterlager immer eine Plane unterlegt. Es sollten keine Chemikalien (Anti-Fouling o.Ä.) durch den Boden ins Erdreich gelangen. Gerade weil Winterlager oft nah am Wasser sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Chemikalien dann ihren Weg ins Wasser gefunden haben.

Des Weiteren gibt diese Regel vor, dass das Wasserfahrzeug nicht unnötig laufen sollte, um Lärm und Abgase zu vermeiden.

10 Information

…Information und noch mal Information. Es ist ganz wichtig, dass ihr euch vor Fahrten über bestehende Bestimmungen an den entsprechenden Seen informiert.

Fazit

Und das waren sie, die 10 goldenen Regeln. Wir hoffen, diese verunsichern euch nicht. Als Wassersportler sind wir einfach in der Pflicht uns mit der Natur zu arrangieren. Unsere Vision von Aquaholix ist es, den Wassersport der breiten Masse zugänglich zu machen und dafür zu begeistern. Das heißt aber nicht, dass wir jeden Quadratmeter des Sees inkl. den Naturschutzgebieten mit einem SUP oder Boot belegt sehen wollen. Vielmehr geht es uns darum in einer nachhaltigen und mit der Umwelt & Tierwelt vereinbaren Art und Weise für den Wassersport zu begeistern. Wenn ihr noch mehr nützliche Links zu diesem Thema habt, teilt sie gerne mit uns.


Der Aquaholix Blog wird höchstpersönlich vom Aquaholix Team geschrieben.

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